ANZEIGE – Am Vormittag des 7. März erhielten 232 Männer und Frauen ihre Meisterbriefe. Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Daniel Keller, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, und Claudia Pechstein, mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Eisschnelllauf, überreichten die Urkunden im vollen Saal des Hans Otto Theaters, wo die Meisterfeier der Handwerkskammer Potsdam traditionell stattfindet.
Stand up for the Champions! Im Rhythmus dieses Songs und unter tosendem Applaus marschierten die neuen Meister und Meisterinnen aus 14 Gewerken über die Bühne des Hans-Otto-Theaters ein. Mit dabei waren in diesem Jahr Augenoptiker, Bäcker, Dachdecker, Elektrotechniker, Friseure, Installateure und Heizungsbauer, Konditoren, Kraftfahrzeugtechniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Metallbauer, Schornsteinfeger sowie Tischler.
„Ihr Erfolg ist kein Zufall!“, führte Robert Wüst in seiner Begrüßung aus. Der Erfolg sei vielmehr gekennzeichnet durch Können, Durchhaltevermögen, Engagement. „Sie wollen mehr bewegen“, so Wüst weiter, weshalb die neuen Meisterinnen und Meister für Qualität, Innovationsfähigkeit, und den Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, stünden. „Ihr Meisterbrief ist ein Symbol für Exzellenz, der Perspektive verschafft. Das Handwerk und das Land brauchen Sie bei der Gründung, der Übernahme von oder als Führungskraft in Unternehmen“, so Wüst. Das Handwerk sei das Rückgrat der Wirtschaft im Land Brandenburg, führte Daniel Keller aus, denn anders als große Konzerne blieben die Handwerksbetriebe der Region treu, auch wenn die Konjunktur mal nicht so gut laufe. Insofern gäben Handwerksbetriebe der Region Halt und Stabilität, so der Wirtschaftsminister.


Die Festrede hielt in diesem Jahr Claudia Pechstein, die als erste und einzige Frau achtmal an Olympischen Spielen teilnahm. Sie gewann bei Olympia fünfmal Gold, je zweimal Silber und Bronze. Darüber hinaus über 50 Meistertitel. Als erfolgreiche Sportlerin zog sie viele Parallelen zwischen Sport und Handwerk. So brauche es Zeit, um Meister zu werden. „Es ging nie um einen einzigen Sieg. Es ging um Lernen, Siegen, Dranbleiben“, so Pechstein über ihre Erfahrungen.
Als Meister im Handwerk genauso wie als Meister im Sport brauche es Verantwortung für die eigene Arbeit, für Qualität und für andere Menschen. Es ginge um Verlässlichkeit und Vertrauen. Am Ende erreiche der sein Ziel, der trainiert, durchhält und immer weiter macht. Denn „Meister wird man nicht an einem Tag, sondern an allen Tagen, an denen man nicht aufgibt“, so Pechstein, die an ihre eigenen Kämpfe für Wahrheit und Gerechtigkeit erinnerte. „Steh ein für das, was Du bist, und steh ein, für das, was Du werden kannst“, gab sie den Meisterinnen und Meistern mit auf den Weg.