Neuruppin bereitet sich auf das große Jubiläum des 250. Geburtstags von Karl Friedrich Schinkel im Jahr 2031 vor.
Gut Ding braucht Weile … und einen langen Atem! Getreu diesem Motto startete Neuruppin bereits in diesem Jahr den Countdown zum 250. Geburtstag des großen Sohnes der Stadt, des preußischen Architekten, Malers und Kunsthandwerkers Karl Friedrich Schinkel am 13. März 2031.
Den Auftakt dazu bildete die alle fünf Jahre stattfindende feierliche Verleihung des Schinkel-Preises in der Kulturkirche. Künftig wird die Adresse der Kulturkirche „Am Schinkelplatz 1“ lauten, denn die Stadtverordneten haben beschlossen, den bisherigen Kirchplatz zu Ehren von Schinkel umzubenennen. Den Schinkel-Preis erhielt in diesem Jahr Dr. Jan Mende, Kurator im Museum Knoblauchhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Eine erste Idee zum Schinkeljahr fand auch schon ihren Weg zu den Gästen der Preisverleihung. Sie wurden aufgefordert, mit Legosteinen eine Figur zu bauen, ganz im Sinne Schinkels, kreativ und zweckmäßig, und dabei Ideen für das Jubiläumsjahr zu entwickeln. So können aus einem Lego-Spaß Impulse für die Stadtkultur und den Tourismus entstehen.
Bereits zum Fontane-Jubiläum vor sieben Jahren fanden die Lego-Idee und die Sonderedition einer Playmobil-Figur von Theodor Fontane breiten Anklang – das ist ein gutes Omen für das bevorstehende Schinkel-Jubiläum. Mario Zetzsche, Amtsleiter für Kultur und Tourismus der Stadt Neuruppin, war schon für die vielen Angebote zum Fontane-Jahr verantwortlich, bei ihm wird auch das Schinkel-Jubiläum „Schinkel250“ in guten Händen liegen.
Auf die Frage, was ein Besucher von Neuruppin, der auf den Spuren von Schinkel wandert, sich zuerst ansehen sollte, meint Mario Zetzsche: „Wer den Spirit von Schinkel in unserer Stadt aufnehmen will, dem ist als erstes ein Besuch des Predigerwitwenhauses zu empfehlen. Dort hat der junge Schinkel nach dem Stadtbrand, der auch sein Geburtshaus zerstört hat, mit seiner Mutter und seinen Geschwistern viele Jahre gelebt, ehe er nach Berlin ging. Es ist heute der Sitz der Schinkel-Gesellschaft.“ Und er zählt weitere Stationen auf: Das Schinkeldenkmal, geschaffen von Max Wiese vor der Kulturkirche. Nach den Entwürfen von Schinkel sind auch die Kirchen in den heutigen Ortsteilen Krangen und Wuthenow entstanden. Und nicht zuletzt ist das Stadtmuseum in Neuruppin zu nennen, das eine Dauerausstellung über den Sohn der Stadt Schinkel präsentiert.
Und auch eine Playmobil-Figur von Karl Friedrich Schinkel gibt es schon, natürlich nur original mit Zirkel und dem Grundriss des Berliner Schauspielhauses.
