35 Jahre ASB im Land Brandenburg

Geschäftsführungen des ASB im Land Brandenburg. Foto: ASB / Hannibal

Am 11. Oktober feierte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) im Land Brandenburg im Kongresshotel Potsdam am Templiner See mit rund 160 Gästen seinen 35. Geburtstag. Zu den Gratulanten zählten Vertreter aus Politik, aus Haupt- und Ehrenamt der Orts-, Regional- und Kreisverbände sowie Vertreter befreundeter Partnerorganisationen.

Entstanden ist der Brandenburger Landesverband am 28.09.1990 in Frankfurt Oder, also noch vor der offiziellen Wiedervereinigung. Denn damals hätte es eine große Aufbruchstimmung gegeben.

Daran erinnerte die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Brandenburgs, Kathrin Schneider, in ihrem Grußwort. Alle wollten sich einbringen, mitbestimmen, wollten nicht über Hürden sprechen, sondern diese nehmen! Letztlich war die Zeit geprägt von „dem Wunsch, etwas zu tun, Lösungen zu finden, etwas voranzubringen.“ Dieser Ansatz prägt den ASB bis heute: den Willen, aus innerer Überzeugung heraus Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

33.000 Menschen sind es, die den Brandenburger Landesverband mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen. Er zählt 14 Orts-, Kreis- und Regionalverbände und ist Arbeitgeber für 4.000 hauptamtliche und mehr als 2.000 ehrenamtliche Mitarbeitende. Die Aufgabenfelder sind sehr vielfältig: Hilfe für Familien in der Krise, Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Jugendclubs, der Katastrophenschutz und der ASB-Wünschewagen – ein Projekt das im nächsten Jahr zehn Jahre alt wird – zählen dazu. Darüber hinaus bietet der ASB Erste-Hilfe-Kurse an und damit genau jene Leistung, die den Ursprung des Vereins in Deutschland darstellt.

Es war das Jahr 1888 als sechs Berliner Zimmerleute mit ihrem „Lehrkursus über Erste Hilfe bei Unglücksfällen“ den Grundstein für den heutigen deutschlandweit agierenden ASB legten. Denn ganz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe sollten die Arbeiter lernen, wie sie selbst die Verunglückten in Werkstätten und Betrieben schnell und sicher versorgen können.

Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender des ASB-Landesverbandes Brandenburg, erklärte, dass es in Zukunft notwendig sei, noch mehr auf Bevölkerungsschutz, Erste Hilfe und Daseinsvorsorge zu setzen. „Denn das ist kein Nice-to-have mehr, es ist notwendig, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten“, führte er aus. Zu den Gratulanten gehörte an diesem Abend auch Dr. Uwe Martin Fichtmüller, Hauptgeschäftsführer des ASB Deutschland e. V.: „35 Jahre ASB Brandenburg – das ist gelebte Verantwortung. Denn: Eine Gesellschaft, die füreinander da ist, ist keine Selbstverständlichkeit – aber sie ist die schönste Idee, die wir gemeinsam leben können.“

Das 35. Jubiläum war Anlass für den Brandenburger ASB Danke zu sagen. An diesem Abend wurden über 20 ehrenamtlich Tätige mit dem Ehrenkreuz in Gold, Silber und Bronze geehrt – eine Auszeichung für außerordentliches Engagement.  

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