François Leleux gilt als einer der weltbesten Oboisten. Der aus Frankreich stammende Ausnahmemusiker ist auch Dirigent und seit September 2025 der künstlerische Leiter der Kammerakademie Potsdam. Seine bisherigen künstlerischen Stationen sind beeindruckend: Camerata Salzburg, Artist-in-Association beim Orchestre de Chambre de Paris. Außerdem hat er u.a. als Artist-in-Residence mit Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Orquesta Sinfónica de Tenerife sowie der Ungarischen Nationalphilharmonie zusammengearbeitet. Schon mit vier Jahren war er von dem Instrument aus schwarzem Ebenholz und den silbernen Klappen fasziniert. Mit Sieben begann er das Oboenspiel zu erlernen. Eigentlich war er noch zu klein, aber der Lehrer sagte damals: „Wenn die Begeisterung so groß ist, dann müssen wir ihn einfach machen lassen“, erinnert sich François Leleux, der mittlerweile selbst dieses besondere Blasinstrument als Professor an der Hochschule für Musik und Theater München lehrt.
Dass aus ihm auch ein guter Dirigent werden würde, haben viele seiner Lehrer schon frühzeitig erkannt. „Sie sind der geborene Dirigent.“ – hörte er oft. Und so wie er mit der Oboe atemberaubende Klangnuancen zaubern kann, gilt er auch am Taktpult als großer Gestalter. Nahezu magischen Töne, die sich zu Klangteppichen verweben, entlockt er den Orchestern. Manchmal dient ihm dabei die Oboe auch als Taktstock. „Das macht sich gut, freut sich der inzwischen mit seiner Familie in Berlin lebende Musiker. „Aber primär ist die Oboe für mich das Instrument der Erlösung und Versöhnung“, so Leleux.
Für die Kammerakademie wünscht er sich, dass es möglich wird, auch im Großen Saal des Nikolaisaals proben zu können. „Denn ein phantastisches Orchester wie die KAP braucht den Klang seiner Akustik, damit es noch phantastischer werden kann.“