Ein Brandenburger Kopf

Alexander Schubert. Foto: Alexander Hörbe

Alexander Schubert, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur

Seit 1988 sind Sie auf der Leinwand zu sehen. Wann haben Sie gemerkt, dass es die Bretter der Bühne sind, die für Sie Bedeutung haben und nicht die Bretter im Rahmen der Bühnendekoration?
Schönes Bretter-Wortspiel. Auch wenn ich mit 17 Jahren zum ersten Mal in einem Film mitgespielt habe; der Beruf Schauspiel kam erst auf dem zweiten Bildungsweg. Filme haben mich schon als Kind derart begeistert, dass ich früh wusste, später mal – wie man so schön sagt: „beim Film“ arbeiten zu wollen. Ich habe dann zunächst eine Lehre zum Stukkateur gemacht und im Studio Babelsberg Filmkulissen gebaut, später dann am Filmset als Locationscout, Baubühne, Produktionsfahrer, Setdresser, Setaufnahmeleitung und Regieassistenz gejobbt. Mit diesen Erfahrungen habe ich mich dann für Schauspiel entschieden und ein Studium aufgenommen.

Überwiegend kennt man Sie aus dem Komödiantischen. Was fasziniert Sie daran?
Mich fasziniert, wie Humor funktioniert. Es gehört zu den schwierigsten Dingen, die Menschen zum Lachen zu bringen. Nur die Absicht humorvoll zu sein, reicht allein leider nicht. Wenn es einem gelingt, dann beschert man den Leuten eine fröhliche und unbeschwerte Alltagspause und die Herzen fliegen einem entgegen. Gelingt es einem nicht, dann fühlen sich die Leute fast schon persönlich beleidigt. In der Publikumskritik gibt es bei Komödien nur entweder schwarz oder weiß. Anders als in jedem anderen Genre gibt es da keine Graustufen. Übrigens: Dass ich überwiegend in heiteren Formaten zu sehen bin habe ich mir nicht ausgesucht. Es liegt also weniger daran, dass ich das komödiantische Schauspiel besonders faszinierend finde, sondern schlichtweg daran, dass mir das als Schauspieler am häufigsten angeboten wird.

Was war das bislang spannendste Film-Projekt und weshalb?
Mein spannendstes Projekt bisher war der Kinofilm „Faking Bullshit“. Über meine Jahre beim Film ist in mir der Wunsch gewachsen, selbst auch einmal Regie zu führen. Mit „Faking Bullshit“ hatte ich 2019-2020 die große Chance, mein Debüt als Drehbuchautor und Regisseur geben zu dürfen.

Welche neuen Projekte/Filme mit Ihnen sind zu erwarten? Wünsche?
„Die Geschichte der Menschheit – Leicht gekürzt“ zählt mit Sicherheit zu den großartigsten Projekten bei denen ich als Schauspieler teilhaben durfte. Die Dreharbeiten waren ein Spektakel und ungewöhnlich aufwendig. Wir waren an so vielen unglaublich schönen Locations und es sind für diesen Film so viele großartige Kollegen und Kolleginnen zusammengekommen. Ich bin sehr stolz, dass dieser Film nun im Kino ist und hoffe sehr, dass die Leute damit Spaß haben.

Sie sind in Potsdam geboren und der Stadt immer noch treu. Wo entspannen Sie sich hier am liebsten? Haben Sie auch Freizeit?
Potsdam ist meine Heimat, meine Basis. Hier kenne ich mich bestens aus und allein das empfinde ich schon als entspannend. Ich bin unheimlich gerne in Wassernähe und liebe nächtliche Spaziergänge entlang der Havel. Am liebsten entspanne ich in kleiner Runde mit Freunden.

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