Am 7. Februar wurde im Van der Valk Hotel in Blankenfelde-Mahlow der 23. Brandenburg-Ball
gefeiert – mit rund 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.
Unter ihnen Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtages Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg und zugleich Schirmherr des Balles, Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller als Botschafterin der Kinderhilfe, Wirtschaftsminister Daniel Keller, Infrastrukturminister Detlef Tabbert, Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sowie Entertainer Frank Zander mit seiner Familie. Gesehen wurden auch die Schauspieler Dominic Boeer, Steffen Schroeder und Alexander Schubert sowie die Schauspielerinnen Silke Matthias und Katharina Blaschke.
In neuer Location
Jann Jakobs, Vorsitzender des Kuratoriums Brandenburg-Ball, begrüßte die Gäste und erinnerte an die lange Tradition dieses Charity-Events. Erstmals fand der Ball nicht in Potsdam statt. Mit dem Umzug nach Blankenfelde-Mahlow wolle man neue Akzente setzen. „Wir sind froh, dass wir mit dem Ball weiter in die Mitte des Landes rücken konnten. Damit sichern wir dieses wichtige gesellschaftliche Ereignis, erhalten den karitativen Charakter und schauen damit optimistisch in die kommenden Jahre“, so Jakobs. Viele Gäste lobten die neue Location, andere sahen die Veränderungen kritisch. So sei alles ein bisschen anders, aber man müsse vielleicht auch mal was Neues ausprobieren, meinten die Skeptiker.

28.000 Euro für die Kinderhilfe
Letztlich hatten jedoch alle Spaß, kamen miteinander ins Gespräch, pflegten alte Netzwerke, bauten neue auf und sammelten für den guten Zweck. Insgesamt 28.000 Euro kamen durch Tombola und Spenden für die Kinderhilfe – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e. V. zusammen. Moderatorin, Autorin und Unternehmerin Cathy Hummels stockte den ursprünglich gesammelten Betrag von 26.450 Euro spontan auf die runde Summe auf. Gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke überreichte sie den Scheck an den Vereinsvorsitzenden Dr. Dieter Hasse.
„Der Brandenburg-Ball verbreitet seit Jahren nicht nur hellen Glanz. Er setzt auch immer wieder ein starkes Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Die Ballerlöse machen deutlich, wie viel Kraft in unserer Gemeinschaft steckt, um diejenigen zu unterstützen, die unsere Hilfe brauchen. Das lässt mich zuversichtlich auf das neue Jahr schauen: Zusammen werden wir auf die aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen die passenden Antworten finden“, so der Minis-
terpräsident. Mit einem großen Dankeschön bedankte sich Dr. Dieter Hasse, Vorsitzender des Kinderhilfe-Vereins, und stellte fest: „Dieses Geld kommt bei den Familien an und es hilft diesen Familien.“
Auch Cathy Hummels fand starke Worte für den Benefizzweck dieses Balls. Wenn Kinder nicht so schnell oder gar nicht mehr gesund würden, dass breche ihr als Mutter eines achtjährigen Sohnes regelmäßig das Herz.
Zwischen Ballsaal und Bilanz
Wenn Brandenburg feiert, stellt sich natürlich auch die Frage, ob es denn dafür genügend Gründe gibt. Immerhin: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Brandenburgs betrug 2024 rund 97,5 Milliarden Euro. Trotz eines nominalen Anstiegs um 1,1 % sank das preisbereinigte BIP um 0,7 %, was auf einen Rückgang im produzierenden Gewerbe hindeutet. Dennoch verzeichnete das Land in den letzten Jahren ein Aufholen der Wirtschaftskraft und ist mit der höchsten Arbeitsproduktivität unter den ostdeutschen Flächenländern führend. Und so bleiben die meisten Unternehmens- und Mittelstandsvertreter optimistisch.
Peter Heydenbluth, Geschäftsführer eines Entsorgungs- und Recyclingunternehmens aus Oranienburg, verwies auf die Stabilität seiner Branche trotz gesetzlicher Herausforderungen. Mit Innovationen habe man bislang gute Lösungen gefunden. Wirtschaftsminister Daniel Keller hob Fortschritte beim Bürokratieabbau hervor. So sei die Schwelle für öffentliche Aufträge erhöht worden, Vergabeverfahren liefen schneller, und die Zahl der Verordnungen in seinem Ministerium sei deutlich reduziert worden. Auch Silke Baron, Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank Brandenburg, sieht gute Voraussetzungen für einen Aufschwung. Insbesondere im Bereich Unternehmensnachfolge zeigten sich positive Entwicklungen. Deshalb könne sich Brandenburg für seine Ideen, Unternehmen und Zukunftskraft selbstbewusst feiern. Kritische Töne kamen aus dem Einzelhandel. Mit Blick auf Potsdam mahnte Floristikunternehmer Michael Sühr Verbesserungen bei Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Straßenqualität an. Weiterhin fehle ein international konkurrenzfähiges Hotel.
Im Takt der Nacht
Zu mitreißenden Songs der Show- und Partybands „Markus Nowak und Band“ sowie „Max and Friends“ füllte sich die Tanzfläche bis tief in die Nacht. Der große Saal, getaucht in ein stimmungsvolles „American Light Feeling“, bot zudem Raum für besondere Bühnenmomente: Max Pesé, Zweitplatzierter bei The Voice of Germany 2025, begeisterte ebenso wie Jessica Mears mit ihrem eindrucksvollen Whitney-Houston-Tribute-Konzert. Im oberen Dancefloor- und Party-Corner-Bereich sorgte Friedrich Liechtenstein mit modern interpretierten Hits der 80er- und 90er-Jahre für beste Stimmung. Auch der Potsdamer DJ Pasi heizte dem Publikum kräftig ein. Etwas ruhiger, aber nicht weniger stilvoll ging es in der Piano-Lounge im Flanierbereich zu, wo der Potsdamer Pianist Andreas Schulte für den passenden Klangteppich sorgte. Wer sein Glück versuchen wollte, konnte an den Black-Jack- und Roulette-Tischen der Spielbank Potsdam Platz nehmen, während die Tourismus Marketing Brandenburg GmbH mit Eisstockschießen für zusätzlichen Unterhaltungswert sorgte. Charmant durch den Abend führte Moderator Mario Schmidt.
Der 23. Brandenburg-Ball zeigte erneut eindrucksvoll, wie festlicher Glanz, gesellschaftlicher Austausch und gelebte Solidarität zusammenfinden und dass Feiern und Helfen in Brandenburg eng miteinander verbunden sind.


