Visionen, Dynamik und neue Impulse

Amrei Gschwind, Olga Bartieva und Pavel Bartiev Fotos: Annett Ullrich

Wer Visionen mit Disziplin verbindet, schafft in diesem Jahr ideale Voraussetzungen für den Erfolg – beruflich wie privat.

Denn nach chinesischem Kalender ist das Jahr 2026 das Jahr des Feuerpferdes, das für Dynamik, Mut und disruptive Energie steht. Wer seine Ideen entschlossen und mit Tempo umsetzt, kann daraus echte Wettbewerbsvorteile entwickeln. In Verbindung mit der kraftvollen Energie des Pferdes, die zugleich Strategie und Führung verlangt, eröffnet sich Raum für neue Wege und innovative Lösungen. Auch die sieben von uns vorgestellten Netzwerke sind mit viel Tatkraft und Innovationsgeist ins Jahr 2026 gestartet. Mit Mut und Schaffensfreude greifen sie die Chancen auf und setzen Impulse für neue Entwicklungen.

Deutsch-Vietnamesische Freundschaft

Das Geschäftsnetzwerk Potsdam hatte zu seinem Jahresauftakt traditionell in den Potsdamer Friedenssaal eingeladen.

Über 120 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung gefolgt, unter ihnen der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Daniel Keller, die Oberbürgermeisterin Potsdams, Noosha Aubel, und eine rund 20-köpfige Delegation aus Vietnam mit der Botschaftsrätin aus dem Referat für Investitionen, Nguyen Thi Thu Ha, an der Spitze. Unter dem Motto „Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesundheit – Das WIR-Gefühl stärken“ fokussierten die Rednerinnen und Redner des Abends ihre Vorträge.

Nguyen Thi Thu Ha und Dagmar Pätzold

Die Botschaftsrätin der Sozialistischen Republik Vietnam stellte fest, dass eine Partnerschaft zwischen Potsdam und Vietnam maßgeblich zur Förderung der gesamtdeutschen-vietnamesischen Freundschaft beitrage. Immerhin hätte Vietnam aktuell ein Wirtschaftswachstum von 8,9% gemessen am Bruttoinlandsprodukt und eine kreative Arbeitnehmerschaft, so dass es sinnvoll erscheine, gerade in der Ausbildung medizinischer Fachkräfte, aber auch in der Medizintechnik und der Biotechnologie, zusammen zu arbeiten. Letztlich müsse das Ziel sein, die Lebensqualität in beiden Ländern zu verbessern.

Höhepunkt des Abends war die Unterzeichnung eines Memorandums zum Aufbau eines Innovationsnetzwerkes zur Förderung der Umsetzung von Gesundheitsprojekten in Potsdam und Vietnam. Für das Potsdamer Geschäftsnetzwerk unterzeichnete die Vorsitzende Dagmar Pätzold, für den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft – Global Economic Network e.V., Andreas Hube. Herr Nguyen Son Thu unterzeichnete als Vertreter des Vietnamesisch-Deutsche Brücke e. V. und Hans-Joachim Radtke in Verantwortung für das Deutsch-Vietnamesische Innovations- und Wirtschaftsforum e. V.

www.gnwp.de

Positive Wirtschaftswende möglich

Die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) hatte zum Neujahrsempfang ins Haus der Wirtschaft in Potsdam eingeladen.

Daniel Kostetzko, Alexander Schirp, Daniel Keller, Andre Sinanian und
Stefan Moschko – Foto: Annett Ullrich

Rund 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, darunter Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, viele Minister und Ministerinnen sowie die Potsdamer Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, nahmen daran teil. André Sinanian, UVB-Vorstandsvorsitzender, betonte die Herausforderungen für die Wirtschaft der Hauptstadtregion, wie rückläufige Umsätze, Arbeitsplatzverluste und hohe Energiepreise, sah aber auch Chancen durch Investitionen u.a. von Tesla. Er forderte entschlossene Reformen und eine handlungsfähige Landesregierung. Wirtschaftsminister Daniel Keller hob das „magische Dreieck“ aus Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Dekarbonisierung hervor. Brandenburg habe motivierte Fachkräfte, innovative Unternehmen und Hochschulen und biete gute Zukunftsaussichten, so der Minister.

www.uvb-online.de

Regionalität und Vertrauen

Heiko Schmidt begrüßt die Gäste. Foto: Annett Ullrich

In Einheit mit ihrem Gewerbestammtisch lud die Wirtschaftsinitiative Flughafenregion Brandenburg (WFB) in Kooperation mit dem Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e. V. (UVBB) zum Neujahrsempfang ins Partnerhotel Müggelseeperle in Köpenick ein.

Heiko Schmidt, Initiator der Wirtschaftsinitiative Flughafenregion Brandenburg, und Dr. Burkhardt Greiff, Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin e. V. (UVBB), begrüßten die Gäs-
te. Im Fokus des Abends standen die Markenwerte der WFB – Qualität, Regionalität und Vertrauen – sowie die unternehmerischen wie kommunalen Chancen, die sich im Umkreis des Flughafens ergeben. In einer Diskussionsrunde betonten Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick, Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB), und Sven Schmohl, Leiter der Wirtschaftsförderung Treptow-Köpenick, die Wichtigkeit einer länder-
übergreifenden Zusammenarbeit und ein positives Mindset, um die Wachstumspotenziale der Flughafenregion effektiv nutzen zu können.

www.wfb-brandenburg.de

Zwischen Sparpaket und Unterstützung

Auf dem Diskussionspanel – Foto: Annett Ullrich

Unter dem Motto „Brücken bauen, Brücken schlagen, Brücken sichern“ lud der Verband der christlichen Krankenhäuser zu seinem traditionellen Neujahrsempfang in den Nikolaisaal ein.

Über 300 Vertreter der Mitgliedskrankenhäuser, der Krankenkassen und verschiedene andere Partner aus Politik und Fachverbänden folgten der Einladung. Prof. h.c. Hans-Ulrich Schmidt, Kaufmännischer Vorstand des Diakonissenhauses Teltow, machte in seiner Begrüßungsansprache deutlich, dass die anstehenden Reformen der sozialen Sicherungssysteme und bereits umgesetzte Veränderungen der Finanzierung der stationären und ambulanten Versorgung das Jahr prägen werden. So gäbe es auf der einen Seite ein Krankenhaussparpaket und auf der anderen Seite Liquiditätsunterstützung für notleidende Krankenhäuser. Hier entstehe der Eindruck, so Schmidt, dass der politische Reform-
anspruch der Bundesregierung im Widerspruch zur wirtschaftlichen Realität steht. Deutlich lobende Worte fand Prof. Schmidt hingegen für die Landesregierung. Die gelebte Kultur des Miteinanders – Zuhören, Dialog und gemeinsames Ringen um Lösungen – sei einzigartig und motivierend für die Akteure vor Ort.

www.vckb.de

Toleranz und Gleichstellung

Prof. Oliver Günther – Foto: Annett Ullrich

Universitäts-Präsident Prof. Oliver Günther lud zum Neujahrsempfang der Universität Potsdam mit rund 200 Gästen aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft ein.

Traditionell wurde auf dem Neujahrsempfang der Voltaire-Preis für Toleranz und Völkerverständigung verliehen. In diesem Jahr erhielt der türkische Politikwissenschaftler Dr. Haci Cevik diese Auszeichnung für seine Forschung zu Migration, Identität und marginalisierten Communities.

„Seine Forschung stellt dominante Narrative infrage und macht Communities und damit Menschen sichtbar, deren Erfahrungen im politischen wie im akademischen Diskurs häufig ausgeblendet werden“, sagte Laudatorin Prof. Dr. Aileen Edele, Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität, wo Haci Cevik derzeit als Einstein Fellow forscht.

Darüber hinaus wurde die Universität Potsdam als „gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet: immerhin 40 % der Professuren sind mit Frauen besetzt.

www.uni-potsdam.de

Hugenottisches Erbe in Potsdam

Matthias Finken und Fides Mahrla – Foto: Annett Ullrich

Der Verein Kulturstadt Potsdam empfing rund 100 Gäste zum Neujahrsempfang in der Französischen Kirche, darunter den Baubeigeordneten Bernd Rubelt. Martin Peske von der Französisch-Reformierten Gemeinde und die Vereinsvorsitzende Fides Mahrla hießen die Besucher willkommen.

Der Verein erinnerte an die Hugenotten, die ab 1685 nach Brandenburg kamen und mit Innovationen und Erfindergeist Wirtschaft und Kultur Brandenburgs prägten. Bolko Bouché berichtete über seinen Vorfahren David Bouché, der in Berlin eine Gärtnertradition begründete. Der Kulturstadt-Verein spendete zudem für den Hugenottengarten; Gemeindechor und Orgel begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

www.kulturstadt.potsdam.de

Positive Bilanz

Markus Wicke und Hannes Wittenberg – Foto: Annett Ullrich

Der Förderverein des Potsdam Museums feierte seinen Neujahrs-empfang im Plögerschen Gasthof am Alten Markt.

Vorsitzender Markus Wicke begrüßte über 100 Mitglieder. Etliche Meilensteine konnte der Verein 2025 erreichen: die Mitgliederzahl ist deutlich gestiegen, die Ausstellung „Im Fluß“ auf der Freundschaftsinsel zog in nur 4,5 Wochen über 6.000 Besucher an, die Potsdam History App zählt fast 14.000 Downloads seit ihrer Onlinestellung im Februar 2024. Höhepunkt des Empfangs war die Präsentation des angekauften Porträts der Bürgerrechtlerin Ute Samtleben, die Anfang der 1990er Jahre eine der ersten Galerien in Potsdam führte. Barbara Raetsch malte dieses Bild 1981. Sie gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen im und für das Land Brandenburg.

Für 2026 hat der Förderverein viele Projekte avisiert, u.a. ist eine Ausstellung des Berliner Künstlers Christopher Lehmpfuhl zum Thema Alter Markt geplant.

www.wirtragen.org